Friedrich Merz zieht die Steuer-Notbremse – und durchkreuzt damit die Pläne der Sozialdemokraten. Während der Koalitionspartner der Union sich wünscht, Top-Verdiener und Erben noch weiter zu besteuern, ist für den Kanzler eine Grenze erreicht: „Ich rate uns dringend, deren Belastung nicht noch weiter nach oben zu setzen.“
Im Podcast „Machtwechsel“ von Robin Alexander und Dagmar Rosenfeld rechnet Merz vor, was viele längst spüren: Reichensteuer, Kirchensteuer, Soli – oft wird vom Geleisteten bereits die Hälfte an den Staat abgetreten. Seine Botschaft ist unmissverständlich: Mehr gut nun wirklich nicht. Oder wie Merz es noch drastischer formuliert: „Die Zitrone ist ausgepresst.“
Auf dem CDU-Parteitag in Stuttgart steht jetzt der Gegenentwurf zur SPD-Linie auf der Agenda. Die Idee: Der Spitzensteuersatz soll erst bei deutlich höheren Einkommen greifen. Für viele Leistungsträger wäre das eine spürbare Entlastung.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











