Mercedes-Chef Källenius schreibt Brandbrief an von der Leyen

vor 10 Monaten

Mercedes-Chef Källenius schreibt Brandbrief an von der Leyen
Bildquelle: Tichys Einblick

Ola Källenius – zugleich Präsident des europäischen Autobranchenverbands ACEA – und die europäischen Verbände der Autohersteller und Zulieferer haben in einem gemeinsamen öffentlichen Brandbrief von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ein industriepolitisches Umdenken in Brüssel gefordert. Der europäische Markt drohe andernfalls massiv Schaden zu nehmen. Als Präsident des europäischen Branchenverbands verwies Källenius auf fehlende Infrastruktur, hohe Strompreise und die Abhängigkeit von Importen bei Batterierohstoffen.

Die Autohersteller erklärten, dass die EU-Autohersteller in Sachen Batterien fast vollständig von Asien abhängen. Elektroautos haben in der EU lediglich einen Marktanteil von rund 15 Prozent der Neuwagen, Lieferwagen von 9 Prozent. „Die strengen CO2-Ziele für Pkw und Transporter für 2030 und 2035 zu erreichen, ist in der heutigen Welt einfach nicht mehr machbar“, schrieben sie laut Reuters. Gesetzliche Vorschriften und Strafen würden den Übergang nicht vorantreiben.

„Elektrofahrzeuge werden die Entwicklung anführen, aber es muss auch Platz für (Plug-in-)Hybride, Range Extender, hocheffiziente Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, Wasserstoff und dekarbonisierte Kraftstoffe geben“, heißt es in dem Brief weiter. Auch die CO2-Vorschriften für schwere Lkw und Busse müssten überprüft werden. Mitglieder der Mitte-Rechts-Fraktion von von der Leyen haben ebenfalls gefordert, dass die EU ihr für 2035 geplantes Verbot von Verbrennungsmotoren zurückzieht.

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