Giorgia Meloni setzt auf Strategie statt auf Schnellschüsse. Das ist mittlerweile bekannt. Dass sie aber nichts anbrennen lässt, wenn ihr Fortuna den Zopf zuwendet, hat sie ebenfalls unter Beweis gestellt. Es gilt das machiavellistische Motto, dass der Fürst seine Züge planen, aber im richtigen Moment das Glück am Schopfe packen muss. Nach zwanzig Jahren Parenthese ist mit der Meloni-Regierung der Geist des florentinischen Vordenkers zurückgekehrt.
Dass Meloni gestern zu einem Überraschungsbesuch nach Mar-e-Lago reiste, dürfte sie schon länger geplant haben. Das Treffen mit dem zukünftigen US-Präsidenten Donald Trump hatte allerdings gleich mehrere Facetten. Die wichtigste zuerst: Die italienische Ministerpräsidentin hat ihren Doppelkontakt zum Busenfreund Elon Musk und zu Trump in einer bemerkenswerten Symbiose genutzt.
Nach Informationen von Bloomberg befindet sich Italien in fortgeschrittenen Verhandlungen mit SpaceX über einen 5-Jahres-Vertrag, der Rom sichere Telekommunikationsdienste bereitstellen sollen. Der Wert beläuft sich auf 1,5 Milliarden Euro. Bloomberg berichtet weiter, dass Meloni ihr Treffen mit Trump dazu genutzt haben soll, um diese Pläne deutlich zu beschleunigen: Fortunas Schopf, Machiavellis Geist und Melonis Händchen.
ANGST IN ANKARA: Gutes Gespräch mit Putin ‒ Was hat Trump auf NATO-Gipfel vor? | WELT LIVESTREAM











