Die Melitta-Unternehmensgruppe schließt ihre Papierfabrik in Neu Kaliß, Mecklenburg-Vorpommern, zum 31. März. In dem Werk, das vor allem Spezialpapiere herstellte, darunter Tapetenvliese, Kaffeefilterpapier, Bier- und Tassendeckchen, Krepppapiere sowie sogenannte Verdunsterpapiere, verlieren 115 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz. Eine Insolvenz wurde laut Unternehmensangaben nicht angemeldet. Zuerst hatte Apollo News über die Werkschließung berichtet.
Ursachen für die Schließung sind Medienberichten zufolge eine seit Jahren angespannte Geschäftslage. Konkretere Angaben liegen bislang nicht vor; weitere Details will die Melitta-Gruppe in den kommenden Tagen bekannt geben. Letztlich dürfte die Fabrik unter denselben wirtschaftlichen Problemen leiden wie weite Teile der deutschen Papierindustrie: gestiegene Rohstoffpreise für Altpapier und Zellstoff, die sich seit der Corona-Krise massiv verteuert haben. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts stieg der Preis für Zellstoff von Januar bis September 2021 um rund 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Altpapierpreise im Großhandel lagen sogar um 222 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Tradition aus Minden: Eine Mitarbeiterin zeigt Filtertüten der Firma Melitta aus den letzten Jahrzehnten.
DEUTSCHLAND: Klingbeil präsentiert Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2027 & Finanzplan bis 2030











