Laut dem ARD-Deutschlandtrend, einer regelmäßigen Meinungsumfrage von Infratest dimap im Auftrag von „Tagesthemen“ und Welt, nimmt das Unsicherheitsgefühl der Bevölkerung deutlich zu: Rund 48 Prozent der Deutschen empfinden mittlerweile öffentliche Plätze, Straßen, Parkanlagen sowie Busse und Bahnen als Orte, an denen sie sich unwohl fühlen. Derzeit äußert etwa die Hälfte der Befragten, sie fühle sich im öffentlichen Raum „eher“ oder „sehr“ sicher. Vor acht Jahren stimmten dieser Aussage noch drei von vier Deutschen zu.
Vor allem Frauen, das zeigt die November-Umfrage, leiden unter einem eklatant angestiegenen Unsicherheitsgefühl. Im Vergleich zum Februar dieses Jahres hat auch die wahrgenommene Unsicherheit um fünf Prozentpunkte zugenommen. Insgesamt fühlen sich 53 Prozent der befragten Frauen in der Öffentlichkeit unsicher, bei den Männern liegt der Anteil bei 43 Prozent. Laut den Demoskopen gilt: „Die größte Furcht bezieht sich auf Diebstahldelikte und Verbal-Attacken in der Öffentlichkeit. Seltener sind Sorgen, Opfer physischer oder sexueller Bedrängnis bzw. eines Terroranschlags zu werden.“ Doch auch diese Zahl ist bemerkenswert hoch: 38 Prozent der Frauen gaben an, Angst davor zu haben, sexuell bedrängt zu werden. 28 Prozent (Männer) und 36 Prozent (Frauen) fürchten, Opfer eines terroristischen Anschlags zu werden.
Das Unsicherheitsgefühl auf deutschen Straßen spielt dabei politisch der AfD in die Karten: Der Aussage, die AfD hätte „besser als andere Parteien verstanden“, dass sich „viele Menschen bei uns einfach nicht mehr sicher fühlen“, stimmen 52 Prozent der Befragten zu – und damit immer noch die Mehrheit der Deutschen, auch wenn drei Prozentpunkte weniger als im Februar 2025 der Aussage zustimmen. 42 Prozent lehnen diese Einschätzung ab, was einem Anstieg um sechs Punkte entspricht.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











