Die Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Zeitschrift Internationale Politik am 12. und 13. Juni durchführte, offenbart eine bemerkenswerte Einigkeit in der Bevölkerung. Weniger als ein Drittel der Befragten (29 Prozent) lehnt einen europäischen Atomschirm ab. Das Meinungsbild zeigt sich über Parteigrenzen hinweg relativ stabil – eine Seltenheit bei außenpolitischen Fragestellungen.
Vor dem Hintergrund der US-Außenpolitik von Präsident Donald Trump scheint der Wunsch nach europäischer Unabhängigkeit in der Verteidigungspolitik zu wachsen. Bereits vor seiner Amtsübernahme hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) angekündigt, Gespräche mit den Atommächten Frankreich und Großbritannien über eine europäische nukleare Abschreckungsstrategie führen zu wollen. Ziel sei es, Europas Sicherheit künftig weniger vom transatlantischen Bündnis mit den USA abhängig zu machen.
Die Befragung fand noch vor der jüngsten Eskalation im Nahen Osten statt, bei der die USA aktiv auf der Seite Israels in den Krieg mit dem Iran eingegriffen haben. Insofern könnte die Zustimmung zu einem europäischen Atomschutz noch weiter zugenommen haben.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











