„Mehr Konflikte, mehr Aggression“: Gewerkschaften nach Todesfall gegen Entkriminalisierung von Schwarzfahren

vor 3 Monaten

„Mehr Konflikte, mehr Aggression“: Gewerkschaften nach Todesfall gegen Entkriminalisierung von Schwarzfahren
Bildquelle: Apollo News

Nachdem sich Justizministerin Stefanie Hubig dafür ausgesprochen hat, das Schwarzfahren zu entkriminalisieren, schlägt ihr die Kritik mehrerer Gewerkschaften entgegen. „Gehören Menschen, die sich keinen Fahrschein leisten können und am Ende wegen einer Ersatzfreiheitsstrafe im Gefängnis landen, dort wirklich hin?“, fragte sie im Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung. Im Rahmen einer anstehenden Strafrechtsreform könne man auch das ändern.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht die Gefahr, dass „es sehr vielen dann einfach egal ist, ob sie einen Fahrschein haben oder nicht“, wie ein Sprecher der Süddeutschen Zeitung mitteilte. „Erschleichen von Leistungen muss eine Straftat bleiben, sonst öffnen wir Tür und Tor für ein solches Vorgehen.“ Denn oft gehe es auch um Strafen in Höhe von Hunderten Euro.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) lehnt den Vorschlag ebenfalls ab. „Für die Beschäftigten bedeutet das mehr Konflikte, mehr Aggression und eine steigende Gefährdung im Arbeitsalltag“, so GDL-Chef Mario Reiß. Wenn Schwarzfahren entkriminalisiert würde, würde man das Problem nur auf die Beschäftigten vor Ort abwälzen.

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