Keine Kunden, mehr Diesel: Autohersteller schreiben 65 Milliarden US-Dollar im E-Geschäft ab

vor 5 Monaten

Keine Kunden, mehr Diesel: Autohersteller schreiben 65 Milliarden US-Dollar im E-Geschäft ab
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Der Stellantis-Konzern, zu dem unter anderem Opel gehört, setzt wieder voll auf den Diesel. Nachdem mehr als 20 Milliarden Euro für die E-Mobilität abgeschrieben werden mussten, steuert das Unternehmen um. Klassische Verbrenner sind bei den Kunden begehrt und damit lässt sich Geld verdienen. Auch andere Autohersteller haben ihre „100-Prozent-Elektro-Strategien“ begraben und setzen auf Verbrenner. Insgesamt mussten die Autohersteller weltweit rund 65 Milliarden Dollar in ihrem E-Geschäft abschreiben.

Die politischen Ziele sind in der Realität nicht zu erreichen, und wenn die Automarken überleben wollen, müssen sie sich nach ihren Kunden richten und nicht nach ideologischen Klimazielen. Auch deutsche Autobauer haben das längst erkannt. Sie sagen es nur nicht so deutlich wie Stellantis oder Ford aus den USA.

Der Automobilkonzern Stellantis (u.a. Opel, Peugeot) vollzieht eine strategische Kehrtwende und baut sein Dieselangebot in Europa wieder aus. Wie eine Auswertung von Händler-Websites und Unternehmensstellungnahmen des Wirtschaftsdienstes Reuters zeigt, bringt der weltweit viertgrößte Autohersteller mindestens sieben Modellreihen mit Dieselmotoren zurück auf den Markt. Der Schritt erfolgt weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit und markiert einen Rückzug von der noch vor kurzem proklamierten Elektrostrategie.

Bereits Ende 2025 begann Stellantis damit, Dieselversionen für verschiedene Fahrzeuge neu einzuführen. Das gilt für Modelle wie den Opel Astra, den Peugeot 308, die Premium-Limousine DS No. 4, den Opel Combo-Transporter, den siebensitzigen SUV Peugeot Rifter sowie den Citroën Berlingo Personentransporter. „Wir haben entschieden, Dieselmotoren in unserem Produktportfolio zu belassen und in einigen Fällen die Antriebsauswahl zu steigern“, erklärte das Unternehmen gegenüber Reuters. „Bei Stellantis wollen wir Wachstum generieren, deshalb konzentrieren wir uns auf die Kundennachfrage.“ Bedeutet im Klartext: Elektro läuft nicht, die Kunden wollen sparsame Verbrenner, und wir als Autokonzern richten uns danach und nicht nach politischen Wunschträumen. So direkt kann das eine PR-Abteilung natürlich nicht formulieren. Aber die Botschaft ist mehr als klar.

Auch andere Autohersteller fahren massive Verluste im E-Geschäft ein. Ford hat Abschreibungen in Höhe von 19,5 Milliarden Dollar nach der Stornierung seines elektrischen Pick-ups F-150 bekannt gegeben, während General Motors 7,6 Milliarden Dollar auf sein E-Geschäft abgeschrieben hat. Honda musste diese Woche zugeben, dass es 4,5 Milliarden Dollar an jährlichen Verlusten bei seinen E-Autos erwartet, einschließlich 1,9 Milliarden Dollar an Wertminderungen, da es seine Strategie neu bewertet und seine E-Partnerschaft mit General Motors auflöst. Insgesamt haben die Autohersteller weltweit im letzten Jahr rund 65 Milliarden Dollar in ihrem E-Geschäft abschreiben müssen, weil die Verkäufe weit unter den Erwartungen lagen, wie Reuters, Bloomberg und MSNBC aus den USA berichten.

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