Medien und Wirtschaft: Am Ende bleibt als Ultima Ratio nur der Staat

vor 2 Monaten

Medien und Wirtschaft: Am Ende bleibt als Ultima Ratio nur der Staat
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Wie entsteht Wirtschaftswachstum? Geben wir Ludwig von Mises, einem der prägenden Ökonomen des 20. Jahrhunderts, das Wort – und paraphrasieren seinen Gedanken: Wachstum entsteht dort, wo privates Kapital im freien Markt durch ein unverzerrtes Preissystem gelenkt wird. Preise signalisieren Knappheit und lenken knappe Ressourcen dorthin, wo sie reale Werte schaffen. Wird dieses System durch ideologische Intervention verzerrt, kommt es zur Fehlallokation von Kapital – mögliches Wachstum löst sich in Luft auf.

Soweit die Theorie. Und es besteht kein Zweifel daran, dass die Realität aufstrebender Ökonomien die Lehre der österreichischen Schule immer wieder eindrucksvoll bestätigt hat. Nehmen wir das Beispiel Argentinien: Die wirtschaftspolitische Wende unter Präsident Javier Milei führt zu einer Rückführung des Staates und zu neuen privaten Investitionsimpulsen. So sollte es sein: der Staat als rahmensetzender Schiedsrichter, nicht als Spieler in der Wirtschaft.

Diese These trifft in deutschen Redaktionsstuben auf maximalen Widerstand. Dort herrscht ein stramm-etatistischer Geist, ein vulgärer Hegelianismus, der sich regelmäßig im Labyrinth ökonomischer Kausalitäten verirrt. Sie erinnern sich: Milei ist der Libertäre, den Bundeskanzler Friedrich Merz und deutsche Medien als rechtsradikalen Wirrkopf denunzierten und dem sie vorwarfen, auf seinem Volk herumzutrampeln. Wie gesagt: ideologisch verblendet, intellektuell banal.

Das Handelsblatt präsentierte seinen Lesern am Donnerstag das Resultat der Vermählung grün-etatistischer Ideologie mit redaktionellem Missionseifer. In ihrem Morning-Briefing machte die Autorin klar, wie sie das Weltgeschehen deutet: ganz oben der allwissende Staat und weit unten das fehlgehende, abhängige Individuum. Der Beitrag erschien unter dem Titel „Wenn Vater Staat das deutsche Wachstum retten muss“ und steht pars pro toto für den Geist, der in der deutschen Medienlandschaft herrscht. Das Individuum zählt nichts, der Staat alles. Ein Hauch von Orwell durchzieht diese Zeilen. Sie sollen uns daran erinnern, dass unser ökonomisches Schicksal nun in den Händen der allwissenden Bundesregierung ruht. Wer genau hinhört, nimmt noch die verklingenden Oden der Presse an den ausgeschiedenen Vizekanzler und Manager des grünen Chaos Robert Habeck wahr.

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