Kulturstaatsminister und Skandalunternehmer Wolfram Weimer meldet sich mit einem Gastbeitrag bei Table Media zurück. Der parteilose Politiker warnt darin vor ideologisch betriebenen Kampagnen. Selbstverständlich bezieht sich Weimer indirekt auf die Enthüllungen kritischer Medien, die seine skandalösen Geschäftspraktiken offenlegten. Weimer rät Medienkonsumenten dazu, sich sogenannter „Vertrauensmedien“ zu bedienen. Gemeint sind offenkundig der öffentlich-rechtliche Rundfunk sowie etablierte, staatsnahe Medien, die ihm während der Diskussion um Weimers Geschäftspraktiken des vergangenen Jahres weitgehend die Treue hielten.
Wir erinnern uns: Weimer, Mitgründer und früherer Geschäftsführer der Weimer Media Group, steht seit dem Herbst des vergangenen Jahres im Zentrum eines Medien- und Urheberrechtsskandals. Ausgangspunkt waren Vorwürfe, wonach das zur Media‑Gruppe gehörende Online‑Magazin The European über Jahre hinweg journalistische Texte, Reden und Inhalte prominenter Personen – darunter auch Politiker wie Alice Weidel und Alexander Dobrindt – publizierte. Auf diese Weise wurde der Eindruck einer tiefen redaktionellen Verankerung im politischen und medialen Betrieb suggeriert. Dies sorgte für Reichweite, Klickzahlen und entsprechende Werbeeinnahmen.
Zwar löschte das Unternehmen in den Wellen der Diskussion um Weimers Geschäftspraktiken zahlreiche Beiträge, doch Rücktrittsforderungen an den Minister verhallten ungehört.
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