„Alles, was ich in der Sendung gesagt habe, hat sich aus meiner Sicht in den vergangenen anderthalb Wochen eins zu eins bestätigt“ – mit diesen Worten äußerte sich Daniel Günther bei einer CDU-Veranstaltung am Montagabend in Neumünster mit circa 300 Gästen zur Zensur-Debatte der vergangenen Woche. Bei Markus Lanz hatte der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein Nius als „Feinde der Demokratie“ bezeichnet und sich für Zensur von missliebigen Meinungen und Berichten ausgesprochen. Im Nachhinein wollte er das alles nicht so gesagt haben – und argumentiert nun dennoch weiter genau in diese Richtung.
„Medien sind nicht heilig“, sagte er zu CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann am Montagabend. Es gebe außerdem „keine Majestätsbeleidigung“, schoss Günther weiter. „Von daher finde ich, muss das Demokratie auch aushalten, wenn man über die Frage von Qualitätsstandards in unserer Gesellschaft an dieser Stelle spricht.“
Nius selbst erwähnte Günther an dem Abend in Neumünster nicht mehr. Dafür griff er gezielt die Chefredakteurin der Bild, Marion Horn, an: „Wir haben keine AfD im schleswig-holsteinischen Landtag. Und wenn man dann so wie die Chefredakteurin der ‚Bild‘ allen Ernstes in einem Kommentar schreibt, dass sie findet, dass ich als achteinhalb Jahre tätiger Ministerpräsident in Schleswig-Holstein eine größere Gefahr für die Demokratie darstelle als die AfD, dann sage ich sehr, sehr klar, dann muss die sich mal hinterfragen, ob ihr Koordinatensystem verrutscht ist“, polterte Günther.
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