Volkswagen beginnt seinen Personalkahlschlag und wird in den kommenden Jahren 100.000 Mitarbeiter entlassen. BMW und Mercedes investieren in Ungarn und an anderen Standorten, den Chemieriesen Covestro zieht es mit einer Milliardeninvestition nach China, Stellantis sowie zahlreiche weitere Industrieunternehmen verlagern ihre Aktivitäten in die USA. Dies sind nur einige wenige Beispiele einer gefährlichen Tendenz der Deindustrialisierung Deutschlands.
Was die genannten Beispiele eint, ist ihr hoher Grad an unternehmerischer Flexibilität: Stets verfügen die Unternehmen über das notwendige Kapital und internationale Netzwerke, um relativ flexibel Ressourcen vom Standort Deutschland in attraktivere Regionen zu verlagern. Sie sind nicht an das Land gebunden, das sich unzweifelhaft zu einem der toxischsten Wirtschaftsstandorte der Welt entwickelt hat.
Für die Millionen Mittelständler und kleinen Unternehmen sowie die Selbstständigen im Land gilt dies nicht. Sie bleiben dem Regulierungswahn und der Klimapolitik schutzlos ausgesetzt – von den steigenden Abgabenlasten gar nicht zu sprechen. Sie geraten zunehmend unter den Druck eines entgrenzten und durchideologisierten Parteienstaates, der sie und ihr Kapital als bloße Verfügungsmasse politischer Dispositionen betrachtet.
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