Matthias Miersch kritisiert Merz nach Regierungsbefragung: „Gewalt gegen Frauen hat keine Herkunft“

vor 3 Monaten

Matthias Miersch kritisiert Merz nach Regierungsbefragung: „Gewalt gegen Frauen hat keine Herkunft“
Bildquelle: Apollo News

Der SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hat Friedrich Merz für seine Ausführungen zu Migration und Gewalt gegen Frauen kritisiert. Am Mittwoch ging es bei der Regierungsbefragung im Bundestag auch kurzzeitig um den Fall von Collien Fernandes und um Gewalt gegen Frauen: Merz hatte gesagt, dass es auch zum Bild dazugehöre, dass ein „beachtlicher Teil dieser Gewalt aus den Gruppen der Zuwanderer in die Bundesrepublik Deutschland kommt“.

Der Satz hatte Empörung ausgelöst – auch in der SPD. Miersch kontert nun: „Friedrich Merz verkennt da ein tieferes Problem: Gewalt gegen Frauen hat keine Herkunft oder Religion, sie ist ein Problem der Gesellschaft und muss auch so klar adressiert werden.“

Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland führt der SPD-Politiker aus, dass man Gewalt gegen Frauen als breit angelegtes Thema betrachten müsse, anstatt es auf eine Gruppe zu verengen. Es gehe um den Schutz der Opfer, egal wer die Täter seien. Die Äußerung des Kanzlers im Bundestag sei „keine adäquate Antwort“ gewesen. Merz war gefragt worden, was die Regierung zum Schutz von Frauen tue – im analogen und im digitalen Umfeld. „Wir haben eine explodierende Gewalt in unserer Gesellschaft, und zwar im analogen wie im digitalen Raum“, sagte er. Man müsse über die Ursachen sprechen und etwas dagegen tun.

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