Massiver Produktionsverlust im Maschinenbau: Das Herz der deutschen Wirtschaft kollabiert

vor 9 Monaten

Massiver Produktionsverlust im Maschinenbau: Das Herz der deutschen Wirtschaft kollabiert
Bildquelle: Apollo News

Der Weg zurück aus der wirtschaftlichen Depression wird für die deutsche Wirtschaft länger und länger. Eine aktuelle Auswertung der Wirtschaftsberatung PwC zeigt, dass sich die Lage im Maschinenbau im Jahresverlauf weiter verschlechtert hat. Die Umfrage ergab, dass für das laufende Jahr wohl mit einem Umsatzrückgang von 5,6 Prozent zu rechnen ist.

Damit kumuliert sich der gesamte Produktionsrückgang seit der Zeit vor den Corona-Lockdowns auf über 22 Prozent. Bei einer durchschnittlichen Kapazitätsauslastung der Maschinenbaubetriebe von 80,8 Prozent, dem tiefsten Wert seit fünf Jahren, bestätigt sich, was alle spüren: wachsender Kostendruck im Zuge der Energiekrise, Überregulierung, Probleme auf den Hauptabsatzmärkten China und USA, auch ein Ergebnis der amerikanischen Zollpolitik, drücken die Produktionszahlen in den Keller.

PwC-Industrieexperte Bernd Jung kommentierte die quartalsweise erhobenen Zahlen: „2025 wird ein entscheidendes Jahr für den Maschinen- und Anlagenbau. Nach den Regierungsbrüchen in Frankreich und Deutschland und den geopolitischen Konflikten wächst die Sorge um das Geschäftsmodell der Branche.“

Bestätigt wird diese Vermutung durch die stark angestiegenen Insolvenzzahlen, die der Branchenverband VDMA und die Creditreform bis Oktober berechnet haben. Im Vergleich zum Vorjahr haben 22 Prozent mehr Betriebe Insolvenz angemeldet. Seit Jahresbeginn wurden allein im Maschinenbau etwa 12.000 Arbeitsplätze abgebaut. PwC warnt davor, dass bis zum Jahresende weitere 20.000 Stellen gestrichen werden könnten, sollte die erhoffte Trendwende ausbleiben.

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