Martialischer Flyer mit zertrümmertem Logo: Linksradikale Initiative will gegen Nius vorgehen

vor 3 Monaten

Martialischer Flyer mit zertrümmertem Logo: Linksradikale Initiative will gegen Nius vorgehen
Bildquelle: Apollo News

Im April veranstaltet die linksradikale Initiative „nein zu Nius“ ein Treffen, um mit Gleichgesinnten zu überlegen, wie man gegen die Redaktion in Kreuzberg vorgehen kann. Schon der Flyer kündet von einer martialischen Gesinnung: Eine große gelbe Faust zerschlägt das Nius-Logo, das unter der Wucht des Schlags zersplittert. Dazu heißt es: „Kein Raum für rechte Hetze“. Man wolle „gemeinsam“ etwas gegen das „Propagandamedium Nius“ unternehmen, heißt es auf dem Flyer, über den das Medium selbst berichtet. Die Veranstaltung findet in einem Raum statt, dessen Träger das örtliche Bezirksamt ist.

Wird die pressefeindliche, radikale Initiative also staatlich querfinanziert? Eine Sprecherin des Bezirksamts teilte gegenüber Nius mit: „Derzeit übernimmt das Bezirksamt Kosten für den Betrieb des Raumes, da es die Räumlichkeiten auch für eigene Veranstaltungen nutzt.“ Ob die Veranstaltung am 24. April gefördert werde, sei nicht bekannt. Als Gäste sind neben den „Omas gegen rechts Kreuzkölln“ auch Mitglieder des linksradikalen Autorenkollektivs „Çapulcu-Kollektiv“ angekündigt. Der Kopf des Kollektivs, Guido Arnold, gilt als Vordenker der „Vulkangruppen“. Projekte des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS), an dem er arbeitet, wurden staatlich mit 145.000 Euro gefördert.

Arnold bewarb die Veranstaltung auch offen. In einem Interview mit der linken Zeitung Neues Deutschland sagte er: „Jetzt im April startet auch die Kampagne ‚NeinzuNius‘ mit einer Veranstaltung in Berlin Kreuzberg, unweit der NIUS-Redaktion.“ Schriften des „Çapulcu-Kollektivs“ werden im Unrast-Verlag verlegt, der 73.000 Euro Förderung erhielt und von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer im vergangenen Jahr ausgezeichnet wurde.

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