Laut Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion befindet sich ein erheblicher Teil des deutschen Fernstraßennetzes in einem desaströsen Zustand. Auf den Bundesstraßen sind aktuell rund ein Drittel aller Fahrstreifen – das sind etwa 13.600 Kilometer – sanierungsbedürftig. Auf den Autobahnen betrifft es etwa 11.000 Kilometer, was knapp 19 Prozent entspricht. Diese Zahlen liegen der Nachrichtenagentur dpa vor.
Addiert man beide Werte, ergibt sich ein Gesamtumfang von beinahe 25.000 Kilometern beschädigter Fahrbahn auf deutschen Fernstraßen – ein Zustand, der für ein hochentwickeltes Industrieland beschämend ist. Viele Abschnitte ähneln inzwischen eher einer „Buckelpiste‟ bzw. einem „Schlaglochparcours‟ als einer modernen Verkehrsader.
Zwar beschloss das Bundesverkehrsministerium unter der Ampelregierung Ende 2024, künftig jährlich 400 Brücken zu sanieren – angesichts des tatsächlichen Ausmaßes des Sanierungsbedarfs ist das jedoch unzureichend. Einmal mehr zeigt sich, welch geringen Stellenwert der Erhalt der Infrastruktur und die Wiederherstellung der Verkehrssicherheit für die Ampel hatten.
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