Manager-Legende Kurt Lauk: Warum die VW-Arbeiter jetzt die Zeche für die verfehlte Politik zahlen

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Manager-Legende Kurt Lauk: Warum die VW-Arbeiter jetzt die Zeche für die verfehlte Politik zahlen
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Volkswagen zahlt jetzt einen hohen Preis für Jahrzehnte der strukturell verfehlten Unternehmensaufsicht. Das ist Punkt eins. Das Management wurde bei seinen Reformbemühungen permanent blockiert vom Aufsichtsrat, der im Grunde Gewerkschaftspolitik betrieben hat. Das betrifft gerade auch die Vertreter des Landes Niedersachsen, die nahezu durchgängig mit den Arbeitnehmervertretern gestimmt haben, weil die Arbeitsplätze im Wesentlichen in Niedersachsen liegen und man auf diese Weise Wählerstimmen kaufen wollte.

Niedersachsens Ministerpräsident und Aufsichtsratsmitglied Stephan Weil im Wolfsburger VW Werk.

Punkt zwei ist der Haustarif von Volkswagen, der eine Folge dieser verfehlten Aufsichtsratsstrategie ist. Der Haustarif lag immer deutlich über den Tarifverträgen der IG Metall, sodass sich Volkswagen in einer Wohlstandsillusion begeben hat, die allenfalls in guten Zeiten aufrechtzuerhalten war. Das holt jetzt die Gewerkschaften, wie auch die Belegschaft ein. Man muss es so deutlich sagen: Die Gewerkschaften haben sich nicht am Interesse des Unternehmens orientiert, sondern an den Klientelinteressen ihrer Mitglieder. Das passt bei einem international operierenden Konzern nicht zusammen.

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