Man könne gar nicht illegal nach Deutschland einreisen – das behauptete die Bundessprecherin der Grünen Jugend, Jette Nietzard, am Mittwoch im Spiegel-Spitzengespräch. Zunächst zeigte sich Nietzard glücklich über die Möglichkeit der Grünen, jetzt aus der Opposition heraus etwas verändern zu können, ehe sie die migrationspolitischen Pläne der Union angriff.
„Ich glaube, sehr, sehr vielen Menschen wird es mit dieser Koalition, die jetzt gebildet wird, schlechter gehen“, hielt die Grünen-Sprecherin fest. Vor allem hinsichtlich der im Koalitionsvertrag vereinbarten Einwanderungspolitik sah sie Nachbesserungsbedarf und äußerte im Gespräch mit dem Juso-Vorsitzenden Philipp Türmer und dem Chef der Jungen Union, Johannes Winkel, massive Kritik an den Plänen der Union und deren angeblicher Öffnung nach rechts.
Angesprochen auf die Aussage von dem künftigen Kanzleramtsminister, Thorsten Frei, „jeder, der illegal nach Deutschland einzureisen versucht, muss vom 6. Mai an damit rechnen, dass an der deutschen Grenze Schluss ist“, behauptete Nietzard: „Man kann nicht illegal nach Deutschland einreisen. Jeder Mensch, der an der Grenze ein Asylgesuch stellt, ist legal in diesem Land.“
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