Bei Maischberger: Lifestyle-Teilzeit und andere Spielchen

vor 5 Monaten

Bei Maischberger: Lifestyle-Teilzeit und andere Spielchen
Bildquelle: Tichys Einblick

Und wieder einmal geht eine Empörungswelle durch die Medien – wegen der falschen Wortwahl. Immerhin hat es diesmal nicht der Kanzler Merz gesagt, sondern seine Kollegin Gitta Connemann: „Lifestyle-Teilzeit“. Ein echter Aufhänger für Sandra Maischberger. In der Abnickrunde mit ihren Kollegen wird die Beleidigung von allen Seiten durchleuchtet. Unterm Strich kommt der Kanzler nicht gut weg. „Wählerbeschimpfung“ „Faulheit“ klingt da vor allem durch, so Matthias Deiß vom ARD-Hauptstadtstudio. Hauptstadt-Korrespondentin Alisha Mendgen vom Focus hält sich nicht lange mit Begrifflichkeiten auf und nennt die Fakten: „Wir haben eine viel zu hohe Teilzeitquote: 40 Prozent und das Ziel muss ja sein, dass man diese Teilzeitjobs möglichst in Vollzeitjobs umwandelt.“ Aber wozu arbeiten, wenn einem davon nichts bleibt?

Auf diesen Punkt bringt es der energiegeladene Journalist Claus Strunz von Euronews: „Wir sind alle Fans von sozialer Marktwirtschaft, hoffe ich, weil es ein Supersystem ist, das 30, 40 Jahre lang großen Erfolg hat und jetzt konzentrieren wir uns neuerdings nur noch aufs Soziale. […] Ich glaube ja, die Politik hat ja Möglichkeiten, und das ist eben nicht zu beschimpfen, sondern die richtigen Anreize zu setzen und zu sagen, vielleicht muss man, was steuerliche Anrechnungen angeht, zum Beispiel was machen.“ In dem ganzen Eklat riecht Strunz Angstschweiß – genaugenommen „Angst vor den nächsten Wahlen“.

Der dortige Wechsel des Ministerpräsidenten Reiner Haseloff zu Sven Schulze war eine „Verzweiflungstat“, so Strunz. Das alles ist ein Manöver, um die AfD im Zaum zu halten, erklärt Strunz weiter frei heraus. Weiter zählt er auf, warum er das Wort Brandmauer nicht leiden kann. Weil es jene hinter der Mauer beleidigt und „das sind 40 Prozent der Menschen in Sachsen-Anhalt und 30 Prozent in ganz Deutschland. Also wer das Wort Brandmauer verwendet, der zeigt Arroganz, Angst und Arroganz.“ Das ist aber dann auch genug des Denkens aus dem Rahmen. Mendgen besteht auf die Brandmauer – es bezieht sich doch auf die Partei und nicht die Bevölkerung. Der Unvereinbarkeitsbeschluss mit der Linken muss aber ziemlich wahrscheinlich gekippt werden. Auch wenn sich die beiden Vertreter bei Maischberger erst noch aneinander gewöhnen müssen.

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