Bei der FDP läuft die Wahl zum Bundesvorsitz auf eine Kampfabstimmung hinaus. Der nordrhein-westfälische Landeschef Henning Höne hält an seiner bereits zuvor erklärten Kandidatur fest. Am Samstagabend kündigte Wolfgang Kubicki seine Bewerbung an. Kurz darauf zog der amtierende Parteichef Christian Dürr seine eigene Kandidatur zurück und erklärte seine Unterstützung für Kubicki.
Höne sagte dem WDR: „Ja, ich bleibe bei meiner Kandidatur. Ich habe nicht kandidiert gegen eine bestimmte Person, sondern für den Bundesvorsitz der Freien Demokraten.“ Die FDP brauche „dringend einen Neuanfang“, der nach der Ampelregierung bislang nicht gelungen sei. Den Charakter der Abstimmung will Höne ausdrücklich nicht als Machtkampf verstanden wissen. Es sei in einer Demokratie selbstverständlich, dass Delegierte eine Auswahl hätten.
Zur Frage nach der Erfahrung Kubickis sagte Höne: „Erfahrung ist ja ein Aspekt, aber doch nicht der einzige. Und gerade wenn es nach einer solchen Wahlniederlage bei der Bundestagswahl an einen Neuanfang geht, finde ich, sollte sich die Partei auch trauen, wirklich einen Neuanfang zu wagen. Niemand wurde bekannt geboren, sondern das ist von allen heute bekannten Gesichtern in der Politik erarbeitet worden.“
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