Das mediale Gerede über den Wohnsitz von Alice Weidel hat an diesem Samstag Konsequenzen, die wiederum die AfD-Kanzlerkandidatin und ihre Familie zu tragen haben werden. An Weidels Schweizer Wohnort Einsiedeln haben sich linke Demonstranten aus Hessen angesagt. Derweil ist unbekannt, welche Gruppen genau hier zur Demo aufrufen. Sind es Antifa? Bekommen sie Staatsgelder? Das sind die üblichen Fragen, die man bei all den generalstabsmäßig organisierten Massenaufläufen der letzten Wochen stellen muss. „Klein und kurz“ soll die Demonstration angeblich werden, sagte ein Kantonsbeamter, die Meinungs- und Versammlungsfreiheit gelte für alle, sofern sie rechtmäßig ausgeübt wird. Der politische Beamte gehört freilich der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz (SP) an.
Sein Spruch gilt offenbar nicht für alle, so etwa nicht für die angemeldete Gegendemonstration des Schweizer Bündnisses „Mass-voll“. Die Initiative hat sich in der Coronazeit gebildet und dann vor allem gegen die staatlichen Maßnahmen protestiert. Zu dem Showdown „Linke Demo gegen Rechts trifft auf rechte Demo gegen Links“ sollte es nicht kommen. Als Grund werden Sicherheitsbedenken genannt, da „zwei gleichzeitige Demonstrationen im Dorfkern Einsiedeln“ laut der Kantonspolizei Schwyz „ein zu großes Sicherheitsrisiko“ darstellen würden.
Man kann sich noch erinnern, als vor zwei Jahren Demonstranten bei bundesdeutschen Politikern für Aufruhr sorgten, als sie zu ihren Privathäusern zogen. „Corona-Gegner bedrohen Politiker vor ihren Privathäusern“, klagte die FAZ damals. „Bedroht“ wurden die Politiker unter anderem mit Lärm, Trommeln und Trillerpfeifen. Im Harz zogen auch einige Bürger mit Fackeln los. Von „Psychoterror“ war die Rede.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











