Ein 23-jähriger Aktivist der rechten Szene, bekannt unter dem Vornamen Quentin, erlag am Samstag seinen schweren Verletzungen, nachdem er zwei Tage zuvor am Rande einer Demonstration brutal zusammengeschlagen worden war. Sicherheitskreise bestätigten, dass Quentin an einer schweren Hirnblutung litt, bevor er im Krankenhaus starb. Die Staatsanwaltschaft erklärte daraufhin, dass Ermittlungen wegen schwerer Körperverletzung mit Todesfolge eingeleitet wurden. Der Vorfall schlägt in Frankreich derweil hohe Wellen.
Nach bisherigen Erkenntnissen war Quentin Sicherheitskraft des sogenannten „Collectif Némésis“, einer Gruppe, die vor allem mit Protestaktionen gegen Islamismus und die französische Migrationspolitik auftritt. Mehrere Aktivistinnen dieser Gruppierung hatten sich am Donnerstag in Lyon versammelt, um gegen einen Auftritt der linken EU-Abgeordneten Rima Hassan zu demonstrieren. Hassan, geboren in einem palästinensischen Flüchtlingslager in Syrien, ist für ihre scharfe Kritik an Israel bekannt und hatte bereits zuvor mit provokanten Äußerungen zur Hamas-Krise für Aufsehen gesorgt.
Laut Angaben des Collectif Némésis befand sich Quentin im Sicherheitsdienst der Veranstaltung, um die Demonstrantinnen abzusichern. Er soll jedoch gemeinsam mit weiteren Unterstützern von einer größeren Gruppe mutmaßlich linker Aktivisten, offenbar aus dem Antifa-Umfeld, angegriffen worden sein. Videos des Senders TF1 zeigen, wie mehrere Männer von einer Gruppe von Tätern brutal zu Boden geschlagen werden. Der Anwalt der Familie von Quentin sprach später von einem „Hinterhalt“, der „methodisch vorbereitet“ gewesen sei.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











