Das „Wort zum Sonntag“ in der ARD, in dem die Kommentatorin die Kritiker von ARD und ZDF mit dem Teufel vergleicht, bündelt wie unter einem Brennglas Sprachbilder, die Linke in den letzten Jahren über ihre rechten und konservativen Kontrahenten kultivierten. Sie zeugen einerseits von einer großen Überforderung der Linken, mit politischer Gegnerschaft umzugehen – andererseits legitimieren sie die Tötung ihrer Opponenten.
Der Kommentar der evangelischen Pastorin Annette Behnken im Nachgang auf die empörten – und bestimmt nicht immer freundlichen – Nachrichten, die die ZDF-Mitarbeiter Dunja Hayali und Elmar Theveßen nach ihrer Dämonisierung des ermordeten Charlie Kirks erhielten, bündelt das ganze Panorama des links-medialen Umgangs mit unerwünschten Positionen. Behnken sprach im „Wort zum Sonntag“ von „Gift“, „vergifteten Seelen“, von einem „Gegenmittel“, das notwendig wäre, und sogar vom „Teufel“ in Bezug auf die konservativen Kritiker Hayalis und Theveßens.
Dass sie den von einem Linksextremisten auf offener Bühne erschossenen, liberal-konservativen Kirk als „rechtsextrem“ bezeichnet, ist das eine – und vor allem Beleg für eine nicht sonderlich ausgeprägte Urteilskraft. Die Sprachbilder, die die Pastorin daraufhin auffährt, zeugen aber von einem tieferliegenden Problem, das selbsternannte antifaschistische und linke Akteure in Kultur, Politik und Medien haben, wenn es um den Umgang mit politischer Gegnerschaft geht.
Die Pastorin Anette Behnken vergleicht die Kritiker von ARD und ZDF im „Wort zum Sonntag“ mit dem Teufel.
Es ist ganz einfach: Mit dem Teufel spricht man nicht. Gift trinkt man nicht. Die einzige Rettung vor solch Schädlichem sind die Isolierung und die soziale Abkapselung, das Ende jeglichen Kontakts. Wer solche Begriffe nutzt, dämonisiert nicht nur, sondern kündigt jeden Dialog auf. Ironischerweise beschwört gerade die Protestantin Behnken – wie um sich vor dieser Einsicht zu schützen – „Solidarität“ und „Freundschaft“, die es mit dem Teufel oder vergifteten Seelen natürlich gar nicht geben kann.
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