Nicht nur Boomer kennen den größten Hit des Chansonniers Stephan Sulke, „Uschi, mach kein Quatsch“. Und dann waren da noch „Der Mann aus Russland“, „Ulla“, „Tom“ und „Der Typ von nebenan“.
Sulke hat sich in das musikalische Gedächtnis der Bundesrepublik gesungen. Politisch waren seine Songs höchstens indirekt. Auch in Interviews hält Sulke sich mit Anmerkungen zur Lage der Zeit zurück. Umso mehr lässt aufhorchen, was der in Shanghai als Sohn Berliner Juden geborene Texter und Komponist jetzt dem Cicero anvertraute.
In einem langen Gespräch drückt Sulke seine größte Sorge aus: dass die Aufklärung abdanke, dass die Freiheit sich zurückziehe. Wie ein Blick in eine andere Welt klingt es, wenn Sulke von seinen Anfängen in den 1970er Jahren berichtet und sagt: „Meine Generation war ‚links‘, aber ‚links‘ war, gegen das System zu sein.
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