Fast drei Stunden füllt das neue queere Theater-Spektakel der Regisseurin Florentina Holzinger. Aus der Oper „Sancta Susanna“ aus dem Jahr 1922 vom Komponisten Paul Hindemith wurde kurzerhand eine Schockshow: Nackte Nonnen, Lesbensex an einem Kreuz, eine kleinwüchsige Päpstin sowie sexuelle Akte und Gewalt sollen – so hört man im NDR-Radio Kultur – die sexuelle Befreiung einer Nonne darstellen.
Während das Original-Stück noch die heterosexuellen Gelüste einer Ordensschwester behandelte, sind es in der neuen Inszenierung Frauen, zu denen sich die Nonne hingezogen fühlt. Die Zuschauer müssen dies durch eine Flut an verstörenden Bildern verstehen. Ein weiblicher Jesus versohlt einer unten entblößten Nonne den Hintern, zwei weitere Frauen reiben nackt ihre Geschlechtsteile aneinander, echtes Blut bedeckt die überwiegend nackten Körper der Darstellerinnen.
Nicht für jeden Zuschauer scheint diese Darbietung ein Genuss gewesen zu sein. Bei einer Aufführung am vergangenen Wochenende in der Staatsoper Stuttgart, klagten laut Berichten der Stuttgarter Zeitung zahlreiche Gäste im Nachhinein über Übelkeit, bei mehreren Zuschauern musste sogar der Notarzt gerufen werden.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











