An der Europäischen Gesamtschule Insel Usedom in Ahlbeck sorgt das Auftreten einer Lehrerin für Diskussionen. Nach Angaben des Ministeriums erschien die Lehrerin zum Unterricht mit einem Oberteil, dessen Aufdruck sich gegen die AfD richtete. Wie die Ostsee-Zeitung berichtet, wurde der Lehrkraft daraufhin untersagt, im Unterricht Kleidung mit politischen Botschaften zu tragen.
Ein Sprecher des Bildungsministeriums erklärte gegenüber der Ostsee-Zeitung: „Der Vorfall wird weiter aufgeklärt. Innerhalb des Verfahrens erhält die Lehrkraft Gelegenheit, schriftlich Stellung zu nehmen.“ Außerdem solle der Sachverhalt in einer kommenden Lehrerkonferenz thematisiert werden. Geplant sei zudem eine Fortbildung für das Kollegium, die sich mit politischer Neutralität im Schulalltag und den rechtlichen Rahmenbedingungen für Lehrkräfte befassen soll.
Öffentlich bekannt wurde der Fall durch Morris Lipkow, den AfD-Fraktionsvorsitzenden in der Gemeindevertretung Heringsdorf. In einer Sitzung des Gremiums berichtete er, von Bekannten erfahren zu haben, dass Lehrkräfte im Unterricht T-Shirts mit Botschaften gegen die AfD getragen hätten. Das Bildungsministerium bestätigte, dass ein entsprechender Vorfall gemeldet worden sei. Neben der schulinternen Klärung sei auch das Staatliche Schulamt eingebunden.
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