Nach zwei tödlichen Vorfällen im Zusammenhang mit sogenannter Raserei in Baden-Württemberg fordert Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU) deutlich schärfere Konsequenzen für Wiederholungstäter. „Meine Forderung ist hier sehr klar: lebenslänglich für lebensgefährlich“, sagte er nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Stuttgart. Wer wiederholt und uneinsichtig rast und illegale Rennen fährt, müsse im Extremfall dauerhaft seine Fahrerlaubnis verlieren.
Auslöser der Debatte ist unter anderem ein laufender Prozess am Landgericht Stuttgart: Zwei Brüder sollen sich in Ludwigsburg ein illegales Autorennen geliefert haben. Dabei kam es zu einem schweren Zusammenstoß, bei dem zwei unbeteiligte Frauen starben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Verursacher des Unfalls Mord in zwei Fällen vor. Gegen den zweiten Bruder stehen unter anderem Vorwürfe wie versuchter Mord und Unfallflucht im Raum. Ein Cousin ist ebenfalls angeklagt.
Besondere Aufmerksamkeit erregten im Verfahren Hinweise auf eine lange Vorgeschichte der Täter: Trotz zahlreicher Verstöße sollen die Tatverdächtigen ihre Führerscheine nach Entzug und Sperren mehrfach zurückerhalten haben – unter anderem nach Vorlage medizinisch-psychologischer Gutachten.
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