Der eine fliegt raus, der andere fliegt weiter – Karl Lauterbach, Ex-Gesundheitsminister mit Hang zur Dauerwarnung und Panikmache, soll künftig die Forschung im Bundestag verantworten – genauer: den Ausschuss für Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung leiten. Eine durchaus ironische Wendung für jemanden, der mit „Technik“ eher durch überforderte Telematik-Infrastrukturen, sinnlose Corona-Warn-Apps und umstrittene E-Patientenakten aufgefallen ist.
Laut Spiegel will die SPD ihren prominentesten Minister im Ruhestand nächste Woche für den Vorsitz nominieren. Damit ist Lauterbach nicht nur der einzige SPD-Ex-Minister mit neuem Ausschussposten, sondern auch ein Paradebeispiel dafür, wie mühelos man sich in Berlin nach einem politischen Totalschaden umsetzen lässt, ganz ohne Bilanz oder Konsequenz.
Seine Amtszeit war geprägt von erratischer Krisenkommunikation, hyperaktiver Talkshow-Präsenz und der bemerkenswerten Fähigkeit, Vertrauen in Lichtgeschwindigkeit zu verspielen. Von „Booster wirkt gegen Omikron“ über „Killer-Variante im Herbst“ bis zur nicht gelieferten Krankenhausreform reichte die Bandbreite. Digitalisierung? Gescheitert. Pandemiepolitik? Chaotisch. Gesundheitsversorgung? Katastrophe! Doch anstatt den Weg für neue Köpfe freizumachen, polstert man Lauterbach einen neuen Sessel.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











