Bis 2030 zahlt der Freistaat Bayern wohl gut eine Million Euro Miete für eine Unterkunft in Markt Schwaben, die ungenutzt bleibt.
Das Firmengebäude auf dem Atron-Gelände am Ziegelstadel wurde 2023 zur Nutzung als Asylunterkunft angemietet, jedoch wegen Anwohnerprotesten, infolge derer der damalige Bürgermeister Michael Scholze zurückgetreten war, nie belegt. Laut Angaben des Landratsamts belaufen sich die Kosten auf 20 Euro pro Quadratmeter für 600 qm und liegen damit deutlich über dem Mietspiegel für Markt Schwaben (16 Euro pro Quadratmeter).
Zunächst wollte die Kreisbehörde unter Verweis auf eine Verschwiegenheitsvereinbarung mit dem Eigentümer die genauen Mietkosten für das Gelände, die die Ebersberger Zeitung wissen wollte, nicht offenlegen. Der Verlag des Münchner Merkur klagte schließlich vor dem Münchner Verwaltungsgericht – und bekam in einer Eilentscheidung recht. So kam heraus, dass die Miete nicht, wie behauptet, „ortsüblich“, sondern sogar höher war.
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