Die Thüringer Linkspartei ist in Erklärungsnot: Ein Antrag der Fraktion zu Sportstätten wurde mit Stimmen der AfD angenommen. Nun versucht man alles, um die Abstimmung zu rechtfertigen. Vertreter der Linken versuchen vehement, den Vorwurf zurückzuweisen, den sie selbst schon häufig gemacht haben: Es habe eine Zusammenarbeit gegeben.
Der Vorsitzende der Linksfraktion im Thüringer Landtag, Christian Schaft, sprach im Nachgang der Abstimmung von einer „Zufallsmehrheit“. Er betonte, es habe keine Absprachen mit der AfD gegeben. „Es hätte diese Zufallsmehrheit nicht gegeben, wäre die Koalition mit ihren Abgeordneten anwesend gewesen“, erklärte Schaft. Zudem verwies er darauf, dass seine Fraktion im Vorfeld keine Hinweise auf das Abstimmungsverhalten der AfD erhalten habe: „Von der AfD hatten wir keine Rückmeldung im Vorfeld, wie sie sich zu unseren Anträgen verhalten wird.“
Auch die Vorsitzende der Linken-Bundestagsfraktion, Heidi Reichinnek, wies den Vorwurf einer Zusammenarbeit zurück. Sie erklärte, es habe „keine vorherige Absprache mit der AfD gegeben“. In der ntv-Talkshow „Pinar Atalay“ sagte sie, die AfD habe zunächst Ablehnung signalisiert und sich dann „spontan umentschieden und zugestimmt“. Reichinnek kritisierte ebenfalls die Abwesenheit mehrerer Abgeordneter der Regierungskoalition während der Abstimmung.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











