Im bayerischen Bad Tölz ist es zu einem für den Steuerzahler teuren Leerstand bei einer Flüchtlingsunterkunft gekommen – monatlich kostet das leere Gebäude nämlich 56.600 Euro Miete, obwohl dort keine Flüchtlinge leben. Darüber berichtet die Bild.
Begonnen hatte die Farce bereits im September 2023 – damals lehnte der Stadtrat von Bad Tölz den Bau des Asylheims durch einen privaten Investor einstimmig ab. Dennoch bewilligte das Landratsamt des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen den Bau. Zu dem Zeitpunkt ging in den Kommunen die Sorge vor einer Überlastung durch die große Zahl neu ankommender Flüchtlinge um – doch der Widerstand gegen den Bau war immens. Sowohl die Stadt als auch ein Anwohner klagten – und das mit Erfolg.
Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) stoppte die Asylunterkunft im Oktober 2024, nachdem sie bereits gebaut worden war: Das Gebäude darf nicht für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden, weil es sich nicht in den Charakter des Wohngebiets einfügen würde. Doch beim Landratsamt hat man sich bislang auch nicht um eine alternative Verwendung der Räume gekümmert – und das, obwohl man monatlich 56.600 Euro Miete an den privaten Investor zahlt, der das Gebäude errichtet hat.
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