Der öffentlich-rechtliche RBB könnte drei Radiosender streichen. Diese Maßnahme wird ihm vom Rechnungshof des Landes Berlin nahegelegt, wie die Berliner Zeitung berichtet. Denn ohne weitere Sparmaßnahmen könnte sich der Sender die Altersvorsorge für seine Mitarbeiter nicht mehr leisten. 2022 betrugen die Pensionszahlungen insgesamt 773,4 Millionen Euro und machten 84 Prozent der Bilanzsumme aus. Die Radiosender Fritz, Cosmo und Radio3 könnten gestrichen werden, weil sie nur über eine geringe Zuhörerzahl verfügen.
So kommt Cosmo auf lediglich 32.000 Hörer am Tag und Radio3 auf 75.000 Hörer am Tag. Antenne Brandenburg kommt hingegen auf 435.000 Zuhörer täglich. Außerdem wird der RBB dazu aufgefordert, einen der zwei Übertragungswege einzustellen. Anstatt der Ausstrahlung über Digitalfunk (DAB+) und UKW wird empfohlen, künftig nicht mehr analog über UKW zu senden, sondern nur noch auf den digitalen Weg zu setzen.
Der MDR stellte bereits im Juni 2025 die ersten UKW-Verbindungen ein, um Geld zu sparen. Stattdessen wurde in den betroffenen Gebieten nur noch über den digitalen Empfang gesendet. Trotz angestoßener Sparmaßnahmen beim RBB rechnet der Sender für 2028 mit einem Verlust von 8,7 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr kündigte der Sender an, 22 Millionen Euro an Personalkosten sparen zu wollen. Das entspricht 254 Vollzeitstellen freier und fest angestellter Mitarbeiter.
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