In einem Interview mit dem französischen Radiosender Classique warnte EZB-Präsidentin Christine Lagarde davor, dass US-Präsident Donald Trump versuche, Kontrolle über die Federal Reserve zu erlangen. Wörtlich sagte Lagarde:
„If US monetary policy were no longer independent and instead dependent on the dictates of this or that person, then I believe that the effect on the balance of the American economy could, as a result of the effects this would have around the world, be very worrying.“
In der Tat übt Trump („this or that person“) massiven Druck auf die Fed aus. Trumps Versuch, den internen Skandal der Fed-Gouverneurin Lisa Cook zu nutzen und diese per Executive Order zu entlassen, um eine Person aus dem eigenen Lager in der Fed zu installieren, ist unbestritten.
Cook wird vorgeworfen, bei Hypothekengeschäften falsche Angaben gemacht zu haben, indem sie eine Eigentumswohnung in Atlanta als ihren Hauptwohnsitz angegeben haben soll, obwohl sie zuvor für ihr Haus in Michigan ebenfalls den Hauptwohnsitz deklariert hatte, was den Vorwurf des Hypothekenbetrugs begründet.
Unabhängig vom Ausgang dieses Konflikts ist es der vorläufige Höhepunkt im Streit zwischen Donald Trump und der Fed mit ihrem Chairman Jerome Powell, dem Trump Zinssabotage vorwirft. Powell hatte die massive Inflationswelle im Zuge der Liquiditätsinjektionen während der Corona-Lockdowns mit einem schnellen Zinslauf gekontert und hält seitdem die Zinsen in den USA deutlich über denen anderer Notenbanken. Trump hingegen fordert drastische Zinssenkungen, auch um den erstarrten Immobilienmarkt aus seiner Zinsklemme zu befreien und die staatliche Zinslast unter Kontrolle zu halten.
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