Die britische Labour-Partei hat eine Kehrtwende vollzogen: Das digitale Gerichtsarchiv vom Dienstleister Courtsdesk wurde angewiesen, die geplante Löschung zentraler Daten zur Verfolgung sogenannter Grooming-Gangs umgehend zu stoppen. Zuvor war dem Archiv mitgeteilt worden, es müsse bis zum 9. Februar sämtliche gespeicherten Informationen löschen – ein Vorgang, der parteiintern wie auch öffentlich heftige Kritik ausgelöst hat.
Wie britische Medien wie der Telegraph berichten, war Courtsdesk darüber informiert worden, dass seine gespeicherten Datensätze zu Strafverfahren – darunter auch Verfahren gegen Banden zur sexuellen Ausbeutung Minderjähriger – entfernt werden müssten. Bei den betroffenen Datensätzen handelt es sich nach den vorliegenden Informationen nicht um interne Ermittlungsakten, sondern um systematisch aufbereitete Gerichtsprotokolle, Urteilsbegründungen, Anklageschriften und Verfahrensübersichten aus öffentlich geführten Strafprozessen.
Courtsdesk hatte diese Informationen über Jahre hinweg strukturiert erfasst und digital zugänglich gemacht. Besonders relevant waren dabei Fälle organisierter sexueller Ausbeutung Minderjähriger, in denen mehrere Täter gemeinschaftlich agierten und über längere Zeiträume hinweg Opfer rekrutierten, manipulierten und missbrauchten.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











