Besorgt fragte „Bild“ noch: Kommt er oder kommt er nicht? Aber natürlich ließ sich Wolodymyr Selenskyj eine solche Kulisse nicht entgehen. Ganz Rom auf den Beinen, dazu 130 Staatsvertreter, Scharfschützen, Spezialeinheiten, Taschendiebe, Obdachlose – es gibt keinen Vergleich mit einem Papstbegräbnis. Überall herrliche Kostüme, fromme Minen und stummes Drängeln, und manch einen mag ehrfurchtsvolles Staunen befallen haben angesichts der architektonischen Pracht, die man in vergangenen Zeiten mit ein paar Billionen Sondervermögen entfalten konnte.
♦ Schon am Freitag kam Amerikas Don eingeflogen, und auch unsere Herren Scholz und Steinmeier nutzten die Gelegenheit, mal wieder rauszukommen. Merz, vom Bekenntnis Kathole, mochte hingegen nicht als schlichter Kandidatus zum Begräbnis reisen. Ja, wenn der Papst noch bis Mai durchgehalten hätte …, aber so nicht! Dafür ließ sich der evangelische Markus Söder nicht die Chance entgehen, für seine Bayern daheim viele, viele Selfies zu machen.
♦ Nicht ganz zufällig gingen auch die Bilder um die Welt, auf denen sich Selenskyj und Trump mitten im Petersdom, kurz vor dem Beginn der Trauerfeier, auf zwei kostbaren Stühlen beim Tête-à-tête gegenübersitzen (der eifersüchtige Macron wurde sanft beiseite gedrängt).
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