Kurswechsel: USA planen offenbar keine Regierungsübernahme in Venezuela mehr

vor 6 Monaten

Kurswechsel: USA planen offenbar keine Regierungsübernahme in Venezuela mehr
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In Washington ist es hinsichtlich einer erwogenen provisorischen Regierungsübernahme in Venezuela offenbar zu einem Kurswechsel gekommen. Außenminister Marco Rubio erklärte am Sonntag, die USA strebten keine direkte Kontrolle über Venezuela an. Anstelle einer Regierungsbeteiligung plant man, durch Ölblockaden einen politischen Umbruch zu erzwingen. Nur einen Tag zuvor hatte Präsident Donald Trump noch eine leitende Rolle der USA in Venezuela nach dem Sturz von Maduro angekündigt.

Die verbliebene venezolanische Führungsriege plant hingegen, offenbar weiterzumachen wie zuvor. Auch das Militär sagte Interims-Staatschefin Delcy Rodríguez seine Unterstützung zu. Verteidigungsminister Vladimir Padrino rechtfertigte dies in einer TV-Ansprache am Sonntag und bestätigte die Unterstützung des Obersten Gerichts für die Übernahme der Amtsgeschäfte durch Maduros ehemalige Stellvertreterin nach dessen US-Entführung.

Padrino verurteilte den amerikanischen Einsatz als „feige Entführung“, bei der „kaltblütig“ Maduro-Leibwächter getötet wurden. Er forderte die Bevölkerung auf, „in den kommenden Tagen alle Aktivitäten wieder aufzunehmen, sei es in der Wirtschaft, im Arbeitsleben oder im Bildungswesen“, und Frieden zu wahren, statt „Drohungen und der Angst nachzugeben, die man uns aufzwingen will“.

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