„Kultureinrichtungen sind kritische Infrastruktur“ – und sollen jetzt aus Sondervermögen finanziert werden

vor mehr als 1 Jahr

„Kultureinrichtungen sind kritische Infrastruktur“ – und sollen jetzt aus Sondervermögen finanziert werden
Bildquelle: Apollo News

Die Koalitionsverhandlungen neigen sich dem Ende entgegen. Intern beenden die Arbeitsgruppen ihre Arbeit. Apollo News liegt dazu auch die finale Fassung des Koalitionspapiers der Arbeitsgruppe Kultur und Medien vor. Selbst in diesem Bereich möchten die zukünftigen Koalitionäre auf die Gelder des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaschutz zurückgreifen. Das Billionen-Schuldenpaket ist eigentlich vor allem für Investitionen in kritische Infrastruktur gedacht.

Doch genau das nutzt Schwarz-Rot durch eine Finte aus. Im Papier steht: „Kultureinrichtungen sind Teil der kritischen Infrastruktur.“ Deshalb möchte man „angesichts von Klimafolgen und internationalen Krisen“ die „kulturelle Infrastruktur“ mit weiteren Investitionen schützen. Im Text folgt kurz darauf dann der entscheidende Satz: „Wir werden (…) die Mittel des Sondervermögens für Investitionen und Klimatransformation auch für den Erhalt des kulturellen Erbes nutzbar machen (…)“.

Überhaupt will Schwarz-Rot die Bedeutung der Kulturpolitik weiter herausstellen. So schwärmt das Papier der Arbeitsgruppe von Deutschland als „Kulturstaat“. Dieser sei reich – unter anderem – an „religiöser Vielfalt“. Die SPD möchte die Kultur gar als Staatsziel in der Verfassung verankern. Zu diesem Punkt besteht jedoch auch zum Ende der Arbeitsgruppe keine Einigung.

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