Kann ein Künstler heute eigentlich singen, was er will? Ja, aber! So lautet die Antwort von Julia Neigel. Die Sängerin spricht mit NIUS-Politikchef Ralf Schuler über die Konsequenzen von freier Meinungsäußerung und ihren Kampf gegen Corona-Repressalien, der bis heute die Gerichte beschäftigt.
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Gibt es denn Zwänge, in den Künstler heute gefangen sind? „Naja“, sagt Neigel. „Meinungsfreiheit und die Kunstfreiheit sind ja durch das Grundgesetz gedeckt. Das war in den 70er-, 80er-Jahren – als ich begonnen habe als Sängerin – sicher künstlerisch gesehen einfacher. Aber ich denke, in heutigen Zeiten, und das haben wir sehr schmerzhaft erfahren müssen seit der Corona-Zeit, werden auch Künstler gecancelt, wenn sie künstlerisch oder auch persönlich in der Öffentlichkeit ihre Meinung äußern, die meinetwegen kritisch ist.“ Und Neigel zählt Beispiele auf: etwa Nena oder Xavier Naidoo. „Sei es Meinungsfreiheit oder künstlerische Freiheit oder auch Pressefreiheit, das ist im Moment ziemlich bedroht. Das ist meine Meinung.“
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