Es fällt schwer, die aktuelle Nachrichtenflut, die uns aus dem Iran erreicht, zu ordnen und staatliche Propaganda verschiedener Herkunft zu unterscheiden.
Wie realistisch ist die Drohung Irans, die Straße von Hormus tatsächlich zu sperren? Kann es dem Regime in Teheran gelingen, die Gewässer vollständig zu verminen und so den Schiffsverkehr dauerhaft zum Erliegen zu bringen? Etwa ein Fünftel der globalen Öl- und Gasproduktion sowie Distribution wären damit vorübergehend aus dem Verkehr gezogen. Auch der Transportweg über Land zum Roten Meer fällt größtenteils aus, weil Raffineriekapazitäten und Infrastruktur kriegsbedingt stillgelegt oder schwer beschädigt sind.
Die unmittelbare Reaktion auf die militärische Bedrohung der Passage war der Rückzug des Londoner Versicherungskonglomerats um den Branchenriesen Lloyd’s. Nicht versicherte Tanker bewegen sich unter diesen Bedingungen keinen Meter von ihrem gegenwärtigen Standort weg.
Aus diesem Grund zögerte die US-Regierung keinen Augenblick, einen eigenen Versicherungspool an diese Vakanz zu setzen. Die USA senden also gemischte Signale. Auf der einen Seite scheint die akute Bedrohungslage in der Straße von Hormus, selbst unter militärischem Geleit, ein kaum kalkulierbares Risiko zu sein. Auf der anderen Seite bereitet man sich strategisch darauf vor, das Versicherungsgeschäft zu übernehmen. Wo stehen wir also genau?
PUTINS KRIEG: Heftige Angriffe vor Nato-Gipfel! Russland feuert massiv auf Ukraine I WELT LIVESTREAM











