Der Thyssenkrupp-Tochter Nucera droht wegen hoher Kosten bei der Herstellung von „grünem Wasserstoff“ ein Verlust von bis zu 80 Millionen Euro. Wie das Handelsblatt berichtet, ging das Unternehmen ursprünglich von einem maximalen Verlust von 30 Millionen Euro aus und hoffte sogar, eine schwarze Null erzielen zu können. Statt eines Umsatzes von 500 bis 600 Millionen Euro rechnet man für das laufende Geschäftsjahr, das bis September dauert, nun nur noch mit 450 bis 550 Millionen Euro Umsatz.
„Grüner Wasserstoff“ wird durch Elektrolyse hergestellt, bei der Wasser mithilfe von Strom aus erneuerbaren Energien in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten wird. Die Tochterfirma des Stahlkonzerns Thyssenkrupp baut Anlagen zur Wasserstoffherstellung, sogenannte Elektrolyseure. Nucera gibt an, dass der Umsatzeinbruch auf ein gescheitertes US-Projekt und höhere Kosten bei Optimierungsarbeiten an bereits ausgelieferten Modulen zurückzuführen sei. Die Module müssten verbessert werden, bevor die Elektrolyseanlagen fertiggestellt werden und ihre Arbeit aufnehmen können.
In den USA wurde ein Projekt für eine Pilotanlage zur Erzeugung von grünem Wasserstoff wieder aufgegeben, weil es die erhofften Renditeerwartungen nicht erfüllte. Die Anlage hätte eine Kapazität von 20 Megawatt haben sollen. Die Kosten, die dadurch entstehen, sollen laut dem Manager Magazin im niedrigen zweistelligen Millionenbereich liegen und im zweiten Quartal verbucht werden.
WM 2026 in USA: Fifa-Skandal! Trump ruft Infantino an! Sperre für US-Spieler aufgehoben I WELT LIVE











