Der Kopf der linksextremistischen „Hammerbande“, Johann Guntermann, ist laut NDR und WDR verhaftet worden. Polizisten des Mobilen Einsatzkommandos des Landeskriminalamtes (LKA) Sachsen haben ihn zwischen Jena und Weimar in einem Zug festgenommen. Zuvor war er von Zielfahndern aufgespürt worden. Auf den Linksextremisten war vom LKA und vom Generalbundesanwalt ein Kopfgeld in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt worden.
Wie Bild schreibt, soll Guntermann nun zum Bundesgerichtshof gebracht werden. „Nach der Festnahme von Lina E. war dieser Mann einer der meistgesuchten Linksextremisten, gegen die mehrere Haftbefehle vorlagen, und der das zentrale Puzzleteil im gesamten Ermittlungskomplex ist“, sagte Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) zu Bild. Er nannte die Verhaftung einen „herausragenden Erfolg“.
Schon 2018 galt Guntermann laut der Bundesanwaltschaft als „zentraler“ Akteur innerhalb der sogenannten „Hammerbande“ um die Linksextremistin Lina E. 2020 war er untergetaucht. Guntermann soll unter anderem an dem Angriff auf mutmaßliche Neonazis in Budapest im Februar dieses Jahres beteiligt gewesen sein. Acht Linksextremisten hatten Angriffe auf Teilnehmer eines SS-Gedenkmarsches verübt und die Personen zum Teil mit Tritten, Reizgas und Totschlägern schwer verletzt.
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