„Downton Abbey“ ist ein Liebling der Konservativen, aber letzteres im besten Sinne des Wortes. Bewahren, was es zu bewahren gilt. Zwar enthielt und enthält die Serie (gerade in diesem abschließenden Film) viele progressive Elemente, aber auch dies nur im besten Sinne des Wortes. Weiterdenken und verbessern – nicht illusionistisches Schwellenübertreten oder ein rüdes Überrumpeln des Status quo.
Mit dem nunmehr dritten Spielfilm „Downton Abbey: Das große Finale“ geht die Serie nun in eine lang verdiente Endgerade und erinnert uns genüsslich daran, was wir an der Geschichte der Familie von Lord und Lady Grantham und ihren Dienstboten immer so geliebt haben. Ihren Humor, der zwischen spitz und trocken wanderte; die fein gezeichneten Charaktere, die einem nach sechs Staffeln und drei Kinofilmen inzwischen gefühlt näherstehen als die eigene Verwandtschaft. Und die bittersüße Nostalgie, mit der wir hier einen Abgesang auf eine Ära zelebrieren, in die man sich in wehmütigen Momenten manchmal selbst zurücksehnt.
„Downton Abbey“ ist ein würdiger Abgesang.
Dies trifft insbesondere auf diesen letzten Film zu, da er mit dem Wort Finale im Titel nicht nur ein Ende der Generationen umspannenden Familiengeschichte einleitet, sondern sich auch thematisch mit Umwälzungen beschäftigt, deren Resultate in der heutigen Welt die Norm sind.
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