Städte und Landkreise sind so pleite wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Laut Statistischem Bundesamt wiesen deutsche Städte und Gemeinden im Jahr 2024 ein Finanzierungsdefizit von 24,8 Milliarden Euro – das höchste seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990.
Im Vergleich zum Vorjahr, als das Defizit „nur“ 6,6 Milli-arden Euro betrug, ist dies ein drastischer Anstieg. Hauptgrund ist der Anstieg der Ausgaben um 8,8 % auf 362,7 Milliarden Euro, während die Einnahmen nur um 3,5 % auf 338,5 Milliarden Euro wuchsen.
Besonders die Sozialleistungen belasteten die Kommunen: Sie stiegen um 11,7 % auf 84,5 Milliarden Euro, bedingt durch höhere Regelsätze bei Sozialhilfe, Bürgergeld und vor allem bei Geldern für Asylbewerber, die seit 1. Januar 2024 gelten. Die höheren Leistungssätze führen auch dazu, dass mehr Menschen solche Leistungen in Anspruch nehmen konnten, so das Statistische Bundesamt.
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