Die finanzielle Lage deutscher Kommunen hat sich im Jahr 2024 dramatisch verschlechtert: Mit einem Defizit von rund 24,8 Milliarden Euro verzeichneten Städte und Gemeinden – abgesehen von den Stadtstaaten – das höchste Minus seit der Wiedervereinigung. Das geht aus vorläufigen Zahlen der vierteljährlichen Kassenstatistik hervor, die das Statistische Bundesamt veröffentlicht hat.
Im Vergleich zum Vorjahr, in dem das Defizit noch bei 6,6 Milliarden Euro lag, hat sich der Fehlbetrag nahezu vervierfacht. Besonders betroffen waren die sogenannten Kernhaushalte der Kommunen, deren Defizit allein 24,3 Milliarden Euro betrug – 2023 waren es noch 6,3 Milliarden.
Hauptgrund für die angespannte Finanzlage ist das starke Auseinanderklaffen von Einnahmen und Ausgaben. Während die bereinigten Einnahmen der Kernhaushalte lediglich um 3,5 Prozent auf 338,5 Milliarden Euro anstiegen, kletterten die Ausgaben um satte 8,8 Prozent auf insgesamt 362,7 Milliarden Euro. Damit konnten rund 6,2 Prozent der kommunalen Ausgaben nicht durch reguläre Einnahmen gedeckt werden – die Lücke wurde durch Kredite oder Rücklagen geschlossen.
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