Im Verfahren um mutmaßlichen Drogenhandel in einer Flüchtlingsunterkunft in Wangen hat das Amtsgericht der Stadt zwei Männer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Nach Überzeugung des Schöffengerichts betrieben die Angeklagten über Wochen hinweg einen organisierten Kokainhandel innerhalb und im Umfeld der Einrichtung, berichtete die Schwäbische.
Nach den Feststellungen der Strafkammer sollen die Männer im Sommer 2025 in insgesamt 56 rechtlich selbstständigen Fällen mit Kokain in nicht geringer Menge gehandelt haben. Zeugenaussagen, polizeiliche Observationen und weitere Ermittlungen zeichneten das Bild eines regelmäßigen Verkaufsbetriebs, der sich in Containern der Unterkunft abspielte.
Obwohl keiner der Angeklagten dort offiziell gemeldet war, nutzten sie nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Zimmer im Obergeschoss zur Lagerung und Portionierung der Drogen. Täglich sollen mindestens 20 Gramm Kokain in sogenannten Plomben verkauft worden sein.
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