Rund ein Jahr nach dem „Tag der Entscheidung“, mit dem die FDP die Endphase der Ampel-Koalition einläutete, verspricht die Union ihrer ungeduldigen Basis den „Herbst der Entscheidungen“. Doch was nach Tatkraft klingt, ist in Wahrheit eine Zitterpartie und ein riskantes Spiel mit den Erwartungen der Mitglieder und Wähler der Kanzlerpartei.
Entscheidungen sind gut, nur ob es auch gute Entscheidungen sind, ist noch offen. Am Montagnachmittag rief Kanzler Friedrich Merz (CDU) die Unionsminister, Fraktionschef Jens Spahn und CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann zusammen, um über die Strategie der nächsten Wochen und Monate zu beraten. Nur wenig drang aus der Spitzenrunde nach draußen. Zunächst soll erst einmal Ruhe bewahrt werden bis zur Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen (am 14. September), dann sollen bis zum Jahresende wichtige Reformweichen gestellt werden. Welche und wie bleibt einstweilen offen, und auch das Stillhalten mit Rücksicht auf die eigenen Wahlkämpfer ist ein gängiges Thema bei der Union. Irgendwo wird immer gewählt.
Doch bei den Mitgliedern wächst die Ungeduld.
Merz und seine Minister bei der Kanzlerwahl vor wenigen Monaten – am Montagnachmittag berieten sie über die Strategie der kommenden Wochen.
PUTINS KRIEG: Heftige Angriffe vor Nato-Gipfel! Russland feuert massiv auf Ukraine I WELT LIVESTREAM











