In ihrer sehr direkten und persönlichen Neujahrsansprache an die Dänen richtet die sozialdemokratische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen deutliche Worte an kriminelle Ausländer: „Wir haben eure Irrsinnsfahrten satt. Wir haben eure Dominanzkultur satt. Ihr zerstört das schönste Land der Welt, und das werden wir euch schlicht nicht erlauben.“
Seit mehr als sechs Jahren ist Mette Frederiksen Regierungschefin in Kopenhagen, die letzten drei Jahre in einer, wie sie es nennt, „seltsamen“ Koalition mit den Mitte-Rechts-Parteien Venstre und Moderaterne: „Ich bereue nicht, dass wir vor drei Jahren eine Regierung über die Mitte hinweg gebildet haben in einer Welt, die von Spaltung und Unruhe geprägt ist. Da haben wir uns für Zusammenarbeit entschieden. Das hat uns als Parteien offensichtlich nicht genutzt, aber ich habe keinen Zweifel, dass es Dänemark gedient hat.“
Vor den nächsten Wahlen im Herbst steht es laut Umfragen nicht eben gut um ihre Partei und damit ihre Aussichten auf eine Wiederwahl. Sie sagt das in ihrer Ansprache an die Dänen sogar selbst. Es „könnte sich zeigen, dass diese Neujahrsansprache meine letzte war. Erlauben Sie mir deshalb heute Abend, politisch wie persönlich etwas direkter zu sein.“
Und das ist sie dann tatsächlich. Sie wendet sich an verschiedene Gruppen im Land, spricht sie und deren Probleme selbst an: Eltern und Großeltern, Schwerkranke, sozial Schwache, Rentner. Und macht dabei den Eindruck, als wisse sie wirklich um deren Sorgen und Nöte. Frederiksen gibt auch zu, dass sie auf einigen Feldern zu wenig getan hat, etwa der wachsenden Ungleichheit („Ich glaube nicht, dass alle gleich sein müssen. Aber meiner Meinung nach ist Dänemark zu klein für zu große Unterschiede.“).
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