Am Donnerstag hielt Annalena Baerbock ihre Bewerbungsrede um den Posten der Präsidentin der UN-Generalversammlung. Sie legte ihren Fokus auf die Themen Geschlechtergerechtigkeit, Nachhaltigkeit und die Stärkung der Vereinten Nationen. Es gibt keinen Gegenkandidaten, sodass ihre Wahl im Juni als Formsache gilt. „Als Präsidentin, sollte ich gewählt werden, werde ich allen 193 Mitgliedstaaten dienen – großen wie kleinen.“
Sie wolle „als ehrliche Vermittlerin“ auftreten, „als einende Kraft. Mit offenem Ohr. Und offener Tür“. Der Präsident wird für ein Jahr gewählt und hat die Aufgabe, die Sitzungen zu leiten, Tagesordnungspunkte festzulegen und alle Staaten gleichermaßen zu Wort kommen zu lassen. Sollten für Beschlüsse Zwei-Drittel-Mehrheiten nötig sein, muss der Leiter der Vollversammlung vor der Debatte für diese Mehrheit werben.
Zum 80. Jahrestag der Vereinten Nationen stehe die Organisation angesichts von etwa 120 Konflikten weltweit vor Herausforderungen, so Baerbock. „Aber sie zeigen auch, dass die Vereinten Nationen, unsere Vereinten Nationen mehr denn je gebraucht werden.“ Weiter sagte sie: „Die Leute müssen spüren, dass unsere Arbeit einen wirklichen Unterschied in ihrem Leben macht“.
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