Der Rechtswissenschaftler Volker Boehme-Neßler brachte es bei NIUS Live am Morgen auf den Punkt. Er sagte: „Wer Angst hat, kann nicht mehr klar denken. Angst ist ein ganz tiefes Gefühl. Seit Jahrtausenden ist Angst ein wichtiges Mittel, um Menschen zu steuern.“
Was der Jurist meinte: Innerhalb der Klimaforschung werden jene Extremprognosen relativiert, auf die sich Politik und Gerichte jahrelang stützten. Das drastische sogenannte Szenario SSP5-8.5, dem zufolge rund 5 Grad Erderwärmung erwartet wurden, gilt nicht mehr.
Jahrelang hatten Klimaaktivisten vor dem besonders extremen Szenario gewarnt, das sich jetzt als unsinnig erwiesen hat. Das Motto: Je mehr man den Menschen Angst macht, desto mehr Klimaschutz kann man durchsetzen. Das Bundesverfassungsgericht hatte sich der Klage von Aktivistin Luisa Neubauer angeschlossen und Bezug auf den Weltklimarat genommen. Jurist Boehme-Neßler spricht von einem Denkfehler. Das Gericht habe „Wissenschaft behandelt, als gäbe es eine völlig eindeutige Sachlage“. Tatsächlich existiere aber lediglich eine „herrschende Meinung“ innerhalb der Wissenschaft. Abweichende Sichtweisen seien praktisch ausgeschlossen worden.
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