Nach dem schwachen Abschneiden der SPD bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg versucht die Parteiführung offenbar, Debatten über die Ursachen zu unterdrücken. Wie die Bild unter Berufung auf Parteikreise berichtet, wurde den Mitgliedern nahegelegt, Kritik zunächst nicht öffentlich zu äußern.
Bis zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22. März wurde den Mandatsträgern wohl ein „Maulkorb“ auferlegt. In Umfragen liegt der SPD-Ministerpräsident Alexander Schweitzer dort etwa gleichauf mit seinem CDU-Herausforderer Gordon Schnieder.
Bereits vor Sitzungen der Parteigremien am Montag in Berlin wurde laut Bild intern deutliche Kritik laut. Vor allem Vertreter aus ostdeutschen Landesverbänden sollen demnach eine inhaltliche Kurskorrektur gefordert haben. Gleichzeitig wurde in den Beratungen darauf gedrängt, die Diskussionen vorerst intern zu führen. Personelle Konsequenzen auf Bundesebene für das schwache Ergebnis in Baden-Württemberg wurden bislang nicht angekündigt.
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